September 2, 2010

Roadtrip nach Ungarn für einen Tag

 

Früh am morgen ging es mit Mamasita A. nach Ungarn, um die letzten drei Bilder der upcoming Ausstellung im fotowerk wien einzurahmen. Unser Ziel: Horváth & Lukács Galéria Nagycenk és Sopron.

 Das kleine weiß-blau gestrichene Häuschen am Wegrand ist gefüllt mit nicht nur Bilderrahmen in allen Größen, Farben, Materialien und einem unglaublichen Service mit zusätzlicher Kaffeepausenecke, aber auch mit Kunst. Wenn man es weiß, kann man in den zweiten Stock hinauf gehen und sich den Dachboden ansehen, welcher vollgeräumt ist mit Kunst jeglicher Art - Aquarell, Ölmalerei, Bleistiftzeichnungen, Postkarten,...

 

 Die nette Angestellte, die wir zu uns holten, um uns nach Preisen zu erkundigen, entschuldige sich für das Chaos und meinte, sie malen aus und bauen um. Später sagte mir Mamasita jedoch, dass es schon seit Jahren so aussieht und irgendwie hatten wir Gefallen daran Kunstwerke vom Boden aufzuheben und umzudrehen oder die gestapelten Rahmen alle hintereinander durchzustöbern- wir hätten uns Stunden lang mit dieser kleinen Schatzkammer beschäftigen können und hoffen nun, dass sie den Dachboden niemals "aufräumen".

 Der Besitzer des Geschäfts sammelt Kunst (das meiste von ungarischen Künstlern, sogar aus Sopron selbst), kauft die Bilder und stellt sie lediglich auf den Dachboden und verkauft sie, wenn jemand Interesse hat, ohne sich zu bemühen das Ganze findbar oder professionell zu präsentieren. Die Kunst spricht sowieso für sich selbst. Das Teuerste an den Bildern ist jedoch, wie nicht anders in einem Bilderrahmengeschäft anzunehmen, der Rahmen und nicht das Bild selbst - echtes Silber, echtes Gold, Antikstücke,... Aber die Angestellte brachte es mit ihrem nicht ganz akzentfreien Deutsch gut auf den Punkt: "Heute is besser in Bilder investieren als in die Bank, weil Kunst verliert nie seinen Wert."

 

Hier noch mein Lieblingsbild für ca 70.000 Forint, umgerechnet knapp 245 Euro:

 Kovacs-Gombos Gábon mit "A RÉGI KERTBEN", was übersetzt so viel bedeutet wie "der alte Garten"

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